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Abgehört: „Chance of Rain“ von Stefanie Heinzmann

Drei lange Jahre mussten die Fans der Schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann auf ihr neues Album warten. Hat sich das Warten gelohnt? SPIESSER-Autorin Vanessa hat sich das Album einmal genauer angehört.

31. March 2015 - 13:11
SPIESSER-Autorin Vanessa.schreibt..
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Beigetreten: 12.01.2014

Bekanntheit erlangte Stefanie Heinzmann 2007, als sie an Stefan Raabs Casting-Wettbewerb  SSDSDSSWEMUGABRTLAD („Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf“) teilnahm. Dem Publikum gefiel ihre Soulstimme und so gewann sie am Ende den Wettbewerb und erhielt einen Plattenvertrag bei Universal Music.

 Acht Jahre, unzählige Konzerte und drei Alben später hat Stefanie Heinzmann es geschafft, noch immer authentisch zu bleiben. Anders als andere Künstlerinnen verzichtet sie auf auffällige Bühnenshows und ein aufwändiges Styling.

Ihr neues Album „Chance of Rain“ unterscheidet sich ziemlich deutlich von den Vorgängern. Weniger typischer Motown-Soul und dafür mehr Bässe und Beats prägen das vierte Studioalbum der Schweizerin. Songs wie „What’s On You Mind und „Glad to Be Alive“ sind zudem sehr tanzbar. 

Doch auch Fans der ersten Stunde kommen voll auf ihre Kosten. Heinzmann geht musikalisch mitunter neue Wege, setzt aber auch auf altbewährtes:  Der Opener „In the End“ und auch „Little Universe“ sind typische ruhige Heinzmann-Balladen. Diese runden das sonst eher poplastige Album ab.

Ebenso abwechslungsreich wie die Musik sind auch die Texte der Schweizerin. Für ihr neues Album probierte sich die Sängerin intensiver als zuvor am Songwriting. „Das ist auf jeden Fall das ehrlichste Album, das ich jemals gemacht habe. Es ist für mich unglaublich emotional und intensiv auch die Songs jetzt zu singen und zu performen, weil ich echt meine Seele so auf den Tisch einmal hingelegt (habe). Bitte schön, das bin ich! Das ist schon cool“, sagt Heinzmann gegenüber dem Tagesspiegel.

Beim Hören hat man den Eindruck, Stefanie Heinzmann scheint glücklich zu sein. Der Song „Glad to Be Alive“ bringt dies am besten zum Ausdruck. In „Start loving what You Living“ appelliert sie an ihre Hörer. Ähnlich positive ist auch “Waterfall”. Hier ruft die Schweizerin dazu auf, neue Dinge auszuprobieren und einfach mehr im Leben zu wagen.

Ohrwurm: On Fire, Glad To Be Alive

Hinhörer: Devil On My Shoulder

Album in drei Worten: ehrlich, echt, energiegeladen

Passt zu: Aprilwetter in seiner Unvorhersehbarkeit

Erinnert an: Anastacia

„Chance of Rain“ von Stefanie Heinzmann

VÖ: 27. März 2015
Label: Universal Music

 
 

 

Text: Vanessa Reiber
Bilder:
Pressematerial Universal Music

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