Es ist komisch, ich sitze in meinem Bett, unfähig, einzuschlafen, unfähig, wach zu sein. Ich befinde mich also in einer Art Trancezustand, der davon beeinflusst wird, dass es – zum ersten Mal seit Monaten – annähernd warm in meinem Zimmer ist (ein Blick auf das Thermometer verrät mir: Es sind ganze 18 Grad!), aber auch davon, dass ich heute zwei Prüfungen hinter mir habe. Ich kann nicht schlafen. Wenn ich schlafe, dann.... ja, was passiert dann? Dann träume ich wieder Dinge, ... . Dann wird mir klar, dass ich nicht mal im Traum Träume haben kann.
04. February 2011 - 16:07 von SPIESSER-Autorin nilorac.
Es ist komisch, ich sitze in meinem Bett, unfähig, einzuschlafen, unfähig, wach zu sein. Ich befinde mich also in einer Art Trancezustand, der davon beeinflusst wird, dass es – zum ersten Mal seit Monaten – annähernd warm in meinem Zimmer ist (ein Blick auf das Thermometer verrät mir: Es sind ganze 18 Grad!), aber auch davon, dass ich heute zwei Prüfungen hinter mir habe. Ich kann nicht schlafen. Wenn ich schlafe, dann.... ja, was passiert dann? Dann träume ich wieder Dinge, ... . Dann wird mir klar, dass ich nicht mal im Traum Träume haben kann.
Ich befinde mich in einer Art Trancezustand.
Gefangen im System, ich mache mit, meistens nicht, ohne kräftig rumzupöbeln. Aber ich mache mit. Ich versuche, gute Seiten an Dingen zu finden. Ich schreibe Dokumente, die sich „Ich.docx“ nennen und meine Lieblings-„Setzen Sie hier Ihre Kategorie ein“ nennen. Lieblingsfilme, Lieblingslieder, Lieblingsbücher. Weil ich alles vergesse, mich nicht mal selbst kenne. Mein Gehirn ist schlimmer als ein Schweizer Käse – und das ist nicht charmant-kokettierend gemeint. Ich bin der Käse. Ich. Bin. Käse.
Mein Leben verläuft in geregelten Bahnen, ich stehe auf, gehe zur Universität, mache mit. Ich mache mit, ohne zu wissen, wohin diese Reise geht. Ich verbiete es mir, untersage es mir, solche Dinge, die ich jetzt aufzuschreiben wage, innerlich zu denken. Ich bin kein emotional labiler Mensch – oder will es zumindest nicht sein. Ich will keine Heulsuse, kein selbst erklärter Revolutionär sein, ich will nicht mal besser als alle anderen sein. Ich will einfach nur durchkommen, mitmachen. Ich bin Durchschnitts-Käse.
Unser Mensakäse ist meistens zäh und klebrig. Auf Gratin zum Beispiel macht dieses Milcherzeugnis den Eindruck, dass es in Scheiben – ähnlich wie Rollrasen – gekauft und verlegt würde. Der nächste Quadratmeter – und auf die Kartoffeln! Käse ist immer dabei, enttäuscht aber auch meistens. „Couscouspfanne mit Feta“ hört sich lecker an, weil im Wort Feta schon so viele ökologisch-vegetarisch angehauchte Konnotationen mitschwingen, die es mir persönlich schwer machen, zu begreifen, dass Kusskuss kein Essen ist und Feta wenn überhaupt (und ich sage „wenn überhaupt!“) in Salat kommt. Jedes Mal lassen wir uns von Käse zum Kauf verführen, jedes Mal ist das Mensaessen eine Enttäuschung und man ärgert sich, dass der Käse so viele Löcher hatte.
Der Käse kann sich allerdings nicht rechtfertigen, der befindet sich in einer Art Trancezustand
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woraus ein Musikvideo zu meinem Song LIMITS entstanden ist:
https://youtu.be/dc3EW7fgqk8
Bei meinem letzten Sturz fiel ich in Kunst hinein:
[Bild:1]
Viel Spaß
mxk
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