Clubtour 2020
Wie ist die Band Stojanov & The Syndicate entstanden?
Ich für meinen Teil bin schon seit über zehn Jahren Musiker, hauptsächlich als Solokünstler, habe aber auch mit anderen Bands gespielt. 2017 durfte ich als Hochzeitssänger eine Hochzeit in Freiberg musikalisch begleiten. Der Trauzeuge war der Veranstalter von „Rock, um zu helfen“. Das ist ein großes Charityfestival in Freiberg mit sehr renommierten Bands. Er kam dann auf mich zu und sagte: „Gründe eine Band – du hast definitiv einen Slot bei mir.“ Das war der Auslöser.
Ich habe dann relativ schnell den Kern dieser Band gefunden. Dazu zählten zunächst Alina Dalsegno, unsere Bassistin, Niels Oder am Schlagzeug und Sven Jachalke an der Gitarre. Kurz darauf holten wir uns mit Lenz Fiedler noch einen zweiten Gitarristen an Bord. So entstand Stojanov & The Syndicate, wobei wir uns den Namen erst später gaben. Trotz eines ersten Auftritts 2017 wollten wir uns in der Anfangsphase vor allem auf die Ausarbeitung unseres eigenen Materials konzentrieren. Bei einer Open Mic Nacht lernte ich unseren Saxophonist Christoph Sachse kennen. Ich spielte „Pink Panther“ und Christoph stand plötzlich aus dem Publikum auf und spielte ein Saxophon-Solo dazu. Das hat mich total vom Hocker gehauen und ich wusste, dass Christoph zu uns gehört. 2018 haben wir dann unsere erste EP „Like a Wolf Through The Night” mit den drei Liedern „Like a Wolf Through The Night“, „Up and Down“ und „Sweet King“ veröffentlicht. Damit konnten wir dann auch unseren Trompeter Martin Ade überzeugen, bei uns mitzumachen. So sind wir zu dieser 7-Personen-Combo gekommen.
Stojanov & The Syndicate’s aktueller Song „Artificial Light“ – live und ungeschönt aus dem Steinhaus Bautzen!
Wie habt ihr euren Bandnamen gefunden?
Die Frage nach dem Bandnamen haben wir mit meinem Künstlernamen verbunden. Ich heiße eigentlich Kristian Schulze. Stojanov kommt von meinem Geburtsnamen Kristian Stojanov, der dann in Schulze, nach meinem Vater, geändert wurde. Ich bin auch viel solo unterwegs und diese Option wollten wir uns durch meinen Künstlernamen im Bandnamen offenhalten.
Wie würdest du eure Musik bezeichnen?
Wir beschreiben unsere Musik gerne als Classic Rock. Wir sagen aber immer: mit Einflüssen von Blues, Jazz und Funk. Vom Stil her kommt unsere Musik nach Vorbildern wie Deep Purple, Led Zeppelin, Queen – die ganzen großen Klassiker. Dem Ganzen haben wir natürlich einen modernen Anstrich verpasst.
Wie entsteht eure Musik?
Anfänglich habe ich die ganzen Songs geschrieben, also Lyrics, Akkorde und Harmonie vorbereitet. Die Bandmitglieder haben aber schon damals auf dieser Grundlage ihre Ideen eingebracht und damit den Songs nochmal einen ganz eigenen Charakter verliehen. Heutzutage schreiben wir die Songs zusammen als Band. Ich finde das super, da so die vielfältigen Einflüsse von sieben Musikern das Songwriting bereichern!
Kristian „Stojanov“ Schulze (Gesang/Klavier)
Alina „Dalsegno“ Schramm (Bass)
Niels Oder (Schlagzeug)
Sven Jachalke (Gitarre)
Lenz Fiedler (Gitarre)
Christoph Sachse (Saxophon)
Martin Ade (Trompete)
Welche Rollen gibt es bei euch in der Band?
Sven ist für Recording zuständig, aber auch im Songwritingprozess eines Liedes spielt er eine ganz große Rolle mit seinen ausgefeilten Gitarrensounds. Martin ist unser „Organisator“, bringt aber auch den letzten Feinschliff in die Komposition. Alina am Bass bildet das Fundament der Band, ohne sie würden die Lieder nicht ausgewogen klingen und viele tolle Passagen würden fehlen. Neben zusätzlicher Fülle im Gitarrensegment bringt Lenz sich vor allem beim Schreiben und Ausarbeiten der Lyrics ein. Christoph und Martin würzen unsere Songs mit einem einzigartigen Brass Sound. Dabei ist Christoph live eine richtige Rampensau! Lenz und Sven teilen sich die Gitarrensektion, wobei es hier keine klare Trennung zwischen Rhythmus- und Leadgitarre gibt. Niels am Schlagzeug steuert treibende und tighte Beats bei und sorgt damit immer für den richtigen Groove. Ich selbst – es ist immer schwer, über sich selbst zu sprechen – würde mich als Antrieb, Herz und Seele der Gruppe bezeichnen. Ich bin der erste Ansprechpartner für quasi sämtliche Anfragen und lege alles daran, die Gruppe zusammenzuhalten und sorge, wenn nötig, auch für die richtige Motivation.
Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie ernst nehmt ihr die Band?
Zehn, wir nehmen die Band sehr ernst. Jeder verdiente Cent wird reinvestiert. Wir haben nicht nur unser eigentliches Repertoire, sondern covern auch auf Veranstaltungen verschiedenster Art. Unser Traum ist es, bald auch auf richtig großen Bühnen zu spielen. Das klingt abgedroschen und vermutlich will das jede Band, aber man muss echt viel dafür leisten. Mittlerweile muss man eine Band wie ein Unternehmen sehen, mit Social Media, Booking, Organisation sowie nicht zuletzt auch Proben – und gerade bei sieben Personen ist es sehr schwer, alles auf den Punkt zu bringen.
Wir nutzen viel private Zeit für die Band. Wir haben alle einen Beruf oder studieren und sind in Beziehungen. Wir sorgen aber dafür, dass wir alle zusammenhalten, wie eine kleine Familie und verbringen viel Zeit gemeinsam und mit den jeweiligen Partnerinnen und Partnern. Es ist aber eine Verpflichtung und Aufgabe, die wir sehr gerne machen – wir machen das nicht als Hobby, wir machen das aus Überzeugung und mit Herzblut.
Stojanov & The Syndicate
Welche Hoffnungen und Erwartungen habt ihr an das Bandcoaching?
Das Bandcoaching ist dafür da, dass andere Musiker oder Musikkenner unsere Musik hören und uns auf Fehler und Unstimmigkeiten hinweisen können. Kritik ist uns ganz wichtig, um uns zu verbessern. Marketing wäre ebenfalls ein Punkt, den wir gerne noch vertiefen würden. Das ist einer der wichtigsten Aspekte heutzutage. Ein anderer Punkt wäre die Performance auf der Bühne, die auch unwahrscheinlich wichtig ist, um die Leute zu catchen und mitzureißen. Weiterhin würden wir uns auch über Tipps im Songwriting-Prozess freuen. Da wir zu siebt sind, ist es sehr herausfordernd, die Songs auf alle abzustimmen. Wir haben viele Sektionen, Bläser, Gitarren, Rhythmus – und die wollen wir alle unter einen Hut bringen. Da kann man nie auslernen. Wir würden nie behaupten, alles schon zu wissen und wir freuen uns auf die Tipps der Coaches.
Und wie blickt ihr der Tour entgegen?
Wir haben die Gewinnerband vom letzten Jahr „Me On Monday“ durch einen glücklichen Zufall kennengelernt und daraus ist eine super Freundschaft entstanden. Wir haben uns schon vor ihrer Tour beim Steinhaus Bautzen getroffen und zusammen gejammt. Beim letzten Konzert der VITA COLA Clubtour letztes Jahr haben „Me On Monday“ in Freiberg gespielt. Als wir da wieder ins Gespräch kamen, wurde uns klar: Wir müssen uns definitiv wieder bei der VITA COLA Clubtour bewerben. Wir hatten uns 2019 schon beworben, aber das damals noch nicht ganz ernst genommen und auch nicht daran geglaubt, dass wir eine Chance auf den Sieg hätten. Als wir dann gesehen haben, wie das bei „Me On Monday“ funktioniert hat, waren wir top motiviert, das auch zu schaffen. Jetzt dürfen wir in ihre Fußstapfen treten! Wir haben überhaupt noch keine Tour gespielt und sind sehr gespannt darauf. Jedes Konzert bringt uns weiter – nicht nur in Bezug auf unsere Reichweite, sondern auch auf unsere Musik. Wir wollen viele Erfahrungen sammeln, um dann auch schöne neue Lieder zu schreiben. Wir freuen uns einfach total!
Ihr wollt noch mehr über die Gewinnerband der VITA COLA Clubtour 2020 wissen? Dann folgt Stojanov & The Syndicat auf ihren Kanälen!
Unter allen anderen Teilnehmern unseres diesjährigen Wettbewerbs haben wir 4 x einen Getränkemix von VITA COLA verlost. Die glücklichen Gewinner der Trostpreise sind:
- Max im Parkhaus
- FOR NEXT TIME
- Cocoon Fire
- Backseat Alley
Herzlichen Glückwunsch!
Interview: Polina Boyko